Zuhause am Tempelhofer Feld
Die Diskussion um das Tempelhofer Feld ist festgefahren. Der Ideenwettbewerb hat trotz oder wegen der Bürgerbeteiligung keine überzeugenden Konzepte hervorgebracht - kein Bild evoziert, keine Begeisterung ausgelöst, keinen Aufbruch, sondern Ratlosigkeit. Unter breiter, am Ende aber doch nicht repräsentativer Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wurde wieder unterschätzt, um welche Dimension von Stadtentwicklung, um welche Chancen für Berlin und seine vielfältige Stadtgesellschaft es hier geht.
Bietet das weite Feld nicht ausreichend Platz für Landschaft und Neubau, für Wohnen und Arbeiten, für Erholung und Gewerbe? Allzu lange schon verstellt das Entweder-Oder die Aufforderung zu beherztem Stadtbau. Offensichtlich litten die Wettbewerbsbeiträge unter einer ebenso überfrachteten wie uninspirierten Auslobung, sodass schließlich niemand davon zu überzeugen war, welchen Gewinn die Stadtökologie und Stadtökonomie, die Berlinerinnen und die Berliner durch einen kleinherzigen Plan auf riesigem Gelände erwarten können.
Unser Beitrag versteht sich als Großer Plan, der die Qualitäten vertrauter Berliner Quartiere in Erinnerung ruft und auf selbstverständliche Weise weiterdenkt. Für diesen couragierten Plan bedarf es einer Entschlossenheit und Kraft, die aufzubringen wir Berlin zutrauen wollen.
- Entwurf
-
Hans Kollhoff und Tobias Nöfer
- Standort
-
Tempelhofer Feld
- BGF
-
ca. 2.400.000 qm
- Visualisierungen
-
Kollhoff/Nöfer/Astigmatic
- Pressematerial